Körpertherapie: Erlebnisorientierte Psychotherapie

In der Körpertherapie steht das Erleben im Mittelpunkt. Mittels konkreter erfahrungsorientierte Übungen werden unter anderem Verhaltensmuster, Gefühle und Glaubenssätze sichtbar. Das bringt in kurzer Zeit viel Klarheit. Da die Muster durch die Übungen buchstäblich ‚im Raum geschehen‘, bietet dies viele Erkenntnisse und Entwicklungsmöglichkeiten.

Die Übungen helfen dir, deiner Gefühle bewusst zu werden und zu üben darauf zu hören. Tatsächlich zu erfahren, wie es anders geht und nicht ausschließlich darüber zu reden, hilft die neuen Wege mehr und mehr im Alltag umzusetzen.

Mögliche Therapiethemen

  • Umgang mit Emotionen

  • Beziehungen mit Anderen

  • Grenzen setzen

  • Raum einnehmen

  • Selbstfürsorge

  • Umgang mit psychosomatischen Beschwerden

  • Und vieles mehr… du kannst mich gerne kontaktieren, dann schauen wir gemeinsam, ob Körpertherapie das Richtige für dich ist.

Körpersignale als wichtige Informationsquelle

Ein Körper kommuniziert. Heben sich die Schultern? Wird der Atem angehalten? Wendet sich jemand ab? Oder werden die Beine unruhig? In der Körpertherapie schauen wir uns die Körpersignale ganz genau an, weil sie uns viel darüber sagen, wie es dir gerade geht und was du brauchst. Die Fähigkeit, Körpersignale zu spüren und zu interpretieren, ist für die Regulierung von Emotionen und das Selbstbewusstsein wichtig.

“Hör auf das Flüstern deines Körpers, damit er nicht schreien muss.”

-Quelle unbekannt

Die Übungen

In der Therapie machen wir unterschiedliche Übungen. Die Übungen machen klar, wie du mit bestimmten Themen umgehst. Setzt du zum Beispiel Grenzen, wenn es dir reicht? Oder hast du eher die Tendenz ,,ja” zu sagen, auch wenn es eigentlich schon zu viel ist? Und wie verhältst du dich im Kontakt mit anderen? Passt du dich an? Oder machst du, was du selbst willst?

Diese und viele andere Themen können wir gemeinsam anschauen. Die Übungen helfen dir schnell Klarheit über deine Verhaltensmuster zu bekommen und auch darüber, wie du das erlebst. Gleichzeitig sind die Übungen eine Möglichkeit neue Wege auszuprobieren und neue Fähigkeiten zu lernen.

Theoretische Grundlage

  • Erlebnisorientierte Methoden erleichtern die Internalisierung von Veränderungen. Auf der körperlichen und emotionalen Ebene können bestimmte Stimmungszustände provoziert werden, welche auf der kognitiven- und der Verhaltensebene zu Veränderungen führen. (Görlitz, 2006)

  • Körpertherapie steigert das Körperbewusstsein, die Kontrolle über die eigene Sicherheit und das Gefühl der Entscheidungsfreiheit. (Damasio, 2010)

  • Körpertherapie kann zur Stressreduzierung beitragen. Die Signale des Körpers (Empfindungen/Emotionen/physiologische Veränderungen), dienen sowohl der Information als auch der Regulierung. Diese informativen und regulierenden Prozesse werden durch die erlebnisorientierten Interventionen aktiv gesucht und benutzt. (Kaimal et al., 2016; Suzuki et al., 2019)